Keine blühenden Rosen in Malaga

Keine blühenden Rosen in Malaga

Nach zwei Hafentagen in Fuengirola legten wir um 7 Uhr ab, um über den Tag die Strecke nach Motril zu schaffen. Leider war es schwachwindig und wir mussten (teils mit Segelunterstützung) motoren, aber die Verfügbarkeit von Liegeplätzen ließ uns keine Wahl. In unserem Wunschstopp Malaga war in der kleinen Marina kein Platz frei, und im großen Hafen sind nur Schiffe willkommen, die mindestens so breit wie wir lang sind.
Uns kam ein Delphin entgegen, wir passierten ein größeres Feld von Strandmüll.

Der Hafen von Motril ist ziemlich gross, die Mole ist eine Seemeile lang. Ganz hinten ist ein Yachtclub, der jedoch in der Regel voll belegt ist, direkt davor eine kleine verwinkelte Werft, die des Sommers Motorboote in mehrstöckigen Gestellen an Land (mit Gabelstaplerservice) lagert und dafür an zwei verwinkelten Stegen eine Reihe von Segelschiffen aufnehmen kann. Der Zugang liegt schon im kontrollierten Hafengebiet, sobald man es nach Westen verlassen hat, ist ein paar Schritte links ein Badestrand.

Nächster Halt: Ku’damm

Nächster Halt: Ku’damm

Wir haben Mittags abgelegt und konnten zunächst knapp 2 Stunden und, nachdem der Wind auf SO gedreht hatte, nochmals 2½ Stunden hoch am Wind segeln.
Uns kamen 4 Delphine entgegen.
Kurz vor 2100 hatten wir die Fischernetze von Fuengirola passiert und waren in der Marina fest, direkt am Ku’damm (einem Restaurant).

Es gibt auch eine finnische Gemeinde, die an unserem letzten Abend auf einem Motorboot schräg gegenüber bei Humppa das Wochenende einläutete.

Wir verlassen den Atlantik

Wir verlassen den Atlantik

10:15 Leinen los in La Linea de Concepción. Am Ausgang der Bucht haben wir Segel gesetzt und nach Osten gedreht. Neben uns Leuchtturm und Moschee von Gibraltar, etwas später sind achteraus links Afrika (Marokko) und rechts Europa (Gibraltar, Spanien) zu sehen.

Anfangs hatten wir durch den Kapeffekt Wind von 5 Bft, mitlaufenden Strom, und eine ruppige See. Später ließ der Wind nach. Einmal fingen wir uns ein Leinenstück ein. Da der Wind gerade abflaute und später aus der anderen Richtung wiederkommen sollte, haben wir die Segel geborgen. Der Skipper hat dann tauchend die Schraube von dem Leinenstück befreit.

Wir sahen unterwegs zwei Schildkröten und insgesamt acht Delphine gesehen. Fest in Estepona waren wir um 17:10 nach neun Segel- und 13 Motor-Seemeilen.

fast nach Gibraltar…

fast nach Gibraltar…

Wir haben um 0705 in Barbate abgelegt, um (unter Motor) nach Gibraltar zu kommen, bevor der Ostwind zu sehr zunimmt. Wir hatten gut 3 Stunden bis zu 2 Knoten stark mitlaufenden Strom, so dass wir recht flott bis zum Kap Tarifa kamen. Dort hatte sich ein kleines lokales Tief entwickelt, das uns für eine halbe Stunde 5 Bft. gegenan mit recht ruppiger See bescherte. Bei der Annäherung an Gibraltar gab es viel Dunst, in dem wir eine aus der Bucht heraus startende Segelregatta ausmachen konnten. Wir passierten jede Menge Pärchen von Frachtern und Bunkerschiffen – die Bucht ist ein beliebter Platz, um Treibstoff aufzunehmen. Wir machten in La Linea de la Concepcion auf der spanischen Seite der Grenze fest, wenige 100 m nördlich des Flugplatzes, der schon britisch kontrolliert ist. Der Fuß- und Radweg führt von den Grenzkontrollen aus direkt quer über das Rollfeld (bei Starts und Landungen gesperrt). Für Kraftfahrzeuge gibt es inzwischen einen Tunnel am Ostende.

nur bis Barbate…

nur bis Barbate…

Eigentlich wollten wir morgens um 6 Uhr bei Sonnenaufgang in Rota ablegen, um bei Tageslicht bis nach Gibraltar zu kommen; wir hätten die ganze Zeit segeln können. Allerdings hat die spanische Armada südlich von Cadiz eine Schießübung abgehalten, deren Sperrgebiet bis zum Strand reichte – leider auch so weit aufs Meer hinaus, dass wir wegen der Entfernung und der Orcas nicht außen herum segeln wollten. Also sind wir erst um 1215 aufgebrochen und waren überwiegend bei Westwind unter Segel unterwegs. Um 1935 waren wir am Meldesteg in Barbate.